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Kreatin: Was es wirklich bringt — und wie du es richtig nimmst

Athlet beim Bankdrücken im Gym

Wenn uns im Laden jemand fragt, mit welchem Supplement er anfangen soll, ist die Antwort fast immer dieselbe: erst die Ernährung, dann Protein — und dann Kreatin. Kein anderes Supplement ist so gut erforscht und liefert so verlässlich messbare Effekte.

Was Kreatin im Körper macht

Kreatin ist ein körpereigener Stoff, der in der Muskulatur als Kreatinphosphat gespeichert wird. Es hilft dabei, den Energieträger ATP schnell wieder aufzufüllen — genau die Energie, die du bei kurzen, harten Belastungen brauchst: schwere Sätze, Sprints, Schlagkombinationen im Kampfsport. Volle Speicher bedeuten in der Praxis: ein bis zwei Wiederholungen mehr, etwas mehr Kraft, bessere Leistung über mehrere Sätze.

Wie du es richtig einnimmst

  • Dosierung: 3–5 g pro Tag, jeden Tag — auch an trainingsfreien Tagen. Es geht darum, die Speicher konstant voll zu halten.
  • Ladephase? Nicht nötig. Mit 20 g täglich sind die Speicher zwar nach etwa einer Woche voll statt nach drei bis vier Wochen — am Ende kommst du aber am selben Punkt an. Die meisten sparen sich die Ladephase.
  • Timing: Zweitrangig. Nimm es einfach dann, wenn du es nicht vergisst — zum Beispiel morgens ins Wasser oder in den Shake.
  • Welche Form? Kreatin-Monohydrat. Es ist die am besten untersuchte und günstigste Form. Teurere Varianten haben in Studien keinen belegten Vorteil.

Die häufigsten Mythen

„Kreatin ist Chemie." Kreatin steckt natürlich in Fleisch und Fisch, und dein Körper stellt es selbst her. Das Pulver liefert nur eine Menge, die über die Ernährung schwer zu erreichen ist.

„Kreatin macht aufgeschwemmt." Kreatin zieht Wasser in die Muskelzelle — nicht unter die Haut. Das Plus auf der Waage (oft 1–2 kg) ist Wasser im Muskel und gewollt.

„Man muss Kreatin kuren." Ein Zyklus ist nicht notwendig. Bei gesunden Menschen spricht nach aktuellem Forschungsstand nichts gegen eine dauerhafte Einnahme in normaler Dosierung.

Für wen es sich lohnt

Für fast alle, die mit Gewichten oder im Kampfsport trainieren — Einsteiger wie Fortgeschrittene, Männer wie Frauen. Wichtig ist nur: genug trinken und realistisch bleiben. Kreatin ist kein Wundermittel, sondern ein solider, gut belegter Baustein.

Hinweis: Dieser Artikel dient der allgemeinen Information und ersetzt keine medizinische oder ernährungswissenschaftliche Beratung. Bei gesundheitlichen Fragen oder Vorerkrankungen sprich vorher mit Arzt oder Ärztin.

Lieber persönlich beraten lassen?

Komm vorbei: Vilbeler Straße 27 an der Konstablerwache — Mo–Sa 11–18 Uhr.

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