Vier Begriffe, ein Rohstoff: Alle vier entstehen aus Milchprotein. Der Unterschied liegt in der Verarbeitung — und damit in Verträglichkeit, Geschwindigkeit und Preis. So findest du deins.
Whey-Konzentrat — der Allrounder
Das klassische Whey. Etwa 70–80 % Proteinanteil, dazu geringe Mengen Fett und Milchzucker (Laktose). Es wird schnell aufgenommen, schmeckt meist am cremigsten und hat das beste Preis-Leistungs-Verhältnis. Für die meisten die richtige Wahl — nach dem Training oder als Protein-Boost im Alltag.
Whey-Isolat — gefiltert und leichter
Stärker gefiltert: über 90 % Proteinanteil, kaum Fett, kaum Laktose. Das macht Isolat interessant, wenn du empfindlich auf Laktose reagierst, in der Diät jede Kalorie zählst oder einfach das „leichteste" Whey willst. Kostet etwas mehr — Clear-Whey-Produkte (wie ESN Isoclear) sind übrigens Isolate, die sich wie Saft statt Milchshake trinken.
Hydrolysat — vorverdaut, aber selten nötig
Beim Hydrolysat ist das Protein enzymatisch „vorgespalten", damit es noch schneller aufgenommen wird. Klingt gut, ist aber teuer, schmeckt oft bitter — und der Praxisvorteil gegenüber einem Isolat ist für Freizeitsportler minimal. Ehrlich gesagt: Für die wenigsten Kunden sinnvoll. Das sagen wir auch im Laden, bevor jemand zu viel Geld ausgibt.
Casein — das langsame Protein
Casein ist der zweite Proteinanteil der Milch. Es dickt im Magen an und gibt seine Aminosäuren über Stunden ab. Klassischer Einsatz: der Shake vor dem Schlafen oder als sättigender Pudding in der Diät. Wer abends oft Hunger bekommt, wird Casein lieben.
Unsere Faustregel von der Theke
- Einsteiger & Preisbewusste: Whey-Konzentrat.
- Laktose-Empfindliche & Diät: Isolat oder Clear Whey.
- Abends / lange Sättigung: Casein.
- Hydrolysat: nur, wenn du genau weißt, warum.
Und wenn Milchprotein gar nicht dein Ding ist: Vegane Alternativen aus Erbsen- und Reisprotein stehen bei uns direkt daneben im Regal.
Lieber persönlich beraten lassen?
Komm vorbei: Vilbeler Straße 27 an der Konstablerwache — Mo–Sa 11–18 Uhr.
